Untergang einer Kulturlandschaft
Die Vertreibung fast der gesamten Bevölkerung aus dem Kreis Tachau, die fehlgeschlagene Neubesiedlung und die Errichtung des "Eisernen Vorhangs" führten zum Untergang von 32 Dörfern mit 1.327 Häusern, in denen 7.549 Menschen gelebt hatten.
(Foto: K. Wilck)
Diese Zerstörung machte auch vor slawischen Ortsgründungen im Kreisinneren nicht halt und bedeutete den Verlust von zahlreichen historischen Gebäuden, von Kirchen, Schlössern und Bauernhöfen, von Friedhöfen, Kapellen und Flurdenkmälern. Eine Katastrophe für Böhmen.Ein Neubeginn Eine neue Ära begann, als die Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Jirí Dienstbier am 23. Dezember 1989 den Stacheldraht zwischen Neuhäusl und Reichenthal durchtrennten und die Grenze öffneten. Durch zahlreiche private Initiativen von Vertriebenen wurden Feldkreuze und Grabsteine, Kapellen und Kirchen erneuert. Bei großen Projekten, wie der Renovierung der Pfarrkirche von Haid, beteiligte sich auch das Nationalinstitut für Denkmalpflege in Pilsen.
(Foto: K. Wilck)
Ab 2000 wurde die Reithalle in Heiligen von der Stadt Tachau renoviert. Einzelne Restaurierungsmaßnahmen konnten jedoch nichts am Untergang der Egerländer Kulturlandschaft im ehemaligen Bezirk Tachau ändern.home